Aufnehmen!!!

Seit gestern bin ich stolze Besitzerin eines Audio Interfaces (Steinberg CI 1). Lange hatte ich mich vor dem Aufnehmen gedrückt und bin davon ausgegangen, dass ich dieses ganze technische Zeugs ohnehin nicht kapieren werde….

Mittlerweile kann ich aber sagen: Es ist nicht nur einfach (halbwegs) brauchbare Ergebnisse zu bekommen, sondern es macht auch enorm viel Spaß!!! Noch kenne ich mich mit der “richtigen” Software nicht wirklich aus, aber mit Garage Band habe ich trotzdem schon einmal ein paar Aufnahmen gemacht.

Ich kann also nur empfehlen, sich eine brauchbare Aufnahmemöglichkeit zuzulegen – es ist ein tolles Gefühl, sein eigenes Spiel anhören zu können, man merkt aber auch Unsauberkeiten u.ä., die man beim normalen Spielen sonst überhören würde. Ich bin auf jeden Fall schonmal gespannt darauf, meine jetzigen Aufnahmen in 2-3 Monaten nochmal anzuhören und zu schauen, inwiefern ich mich verbessert habe :-)

Wer einen kleinen Einblick bekommen möchte, was ich die letzte Nacht und heute so aufgenommen habe, kann mal im BYCU-Workshop im “Musiker-Board” vorbeischauen – quasi einem Online-Kurs zu dem Buch “Blues You Can Use”, dem ich mich unlängst angeschlossen habe (eine feine Sache, da man so immer Feedback erhält, sich intensiver mit den Lektionen auseinander setzt und motivierter ist). Meine Aufnahme des dritten Übungsstückes findet sich z.B. hier:

Über Feedback und Kommentare freue ich mich natürlich :-)
Und versprochen: der nächste Artikel wird wieder strukturierter usw. aber im Moment bin ich einfach noch so euphorisch über mein neues Audio Interface :-)

Liebe Grüße und einen guten Rutsch,
Kathi aka Kuolema

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Blues und Gehörtraining

So, seit dem letzten Eintrag ist doch schon einige Zeit vergangen und auch wenn ich nicht immer ganz konsequent geübt habe, haben sich doch ein paar Sachen getan.

Gleich zu Beginn möchte ich hier eine Gitarren-Seite empfehlen, nämlich http://www.justinguitar.com/
Die Site wird in Foren immer wieder empfohlen, wenn AnfängerInnen um Hilfe bitten. Ich selbst habe sie allerdings lange Zeit ignoriert – zum einen bin ich über das Beginner-Stadium dann doch schon hinaus, zum anderen mag ich Video-Lessons eigentlich nicht so gerne und bevorzuge Lehrbücher mitsamt CDs. Mittlerweile weiß ich aber, dass ich mir Justins Seite schon viel früher ansehen hätte sollen: Seine Kurse sind unglaublich hilfreich, die Lektionen sind in eine sinnvolle, aufbauende Reihenfolge gebracht, gut verständlich und man merkt, dass da jemand am Werk ist, der über jahrelange Erfahrung als Gitarrenlehrer verfügt. Außerdem finden sich auf der Seite, die ständig aktualisiert sind, bereits jetzt einige Teile für Fortgeschrittene (z.B. auch zu Jazz-Basics), sodass es sich für fast alle auszahlen dürfte, da mal reinzuschauen. Ich selbst habe mir jetzt erst einmal die Kurse zu Blues-Guitar und Gehörtraining vorgenommen, mehr dazu unten.

Seit etwa einer Woche habe ich wieder so etwas wie einen groben Lernplan, der sich von meinen bisherigen Plänen vor allem dadurch unterscheidet, dass nur wenig Geschwindigkeits- und Fingerübungen drinnen sind. Früher haben diese Sachen oft bis zu 90% meiner Übungszeit ausgemacht, irgendwann ging es mir aber einfach auf die Nerven, musikalische Fortschritte nur noch in Zahlen (bpm) zu messen. Momentan nehmen Fingerübungen in meinem Plan also nur noch etwa 5 Minuten ein und sind gerade mal zum Aufwärmen da. Das ist eigentlich zu wenig, ich mag ja auch mal schnellere Stücke spielen und gerade im Metal kommt man um eine gute Technik nicht herum. Derzeit fehlt mir nur einfach ein bisschen die Motivation zum sturen Skalen rauf und runter spielen bzw. sind mir andere Sachen im Moment einfach wichtiger. Früher oder später wird es sich vermutlich ohnehin so einpendeln, dass Technikübungen einen vernünftigen, weder zu großen noch zu kleinen Part beim Üben einnehmen. Meist wird, glaube ich, empfohlen, etwa ein Viertel bis ein Drittel der Übungszeit für Technikübungen zu verwenden, oder? Habt ihr mit diesem Richtwert gute Erfahrungen gemacht?

Der zweite Block in meinem Übungsplan ist für Songs reserviert. Zum einen spiele ich da meist ACDCs Back in Black und Highway to Hell je einmal durch. Das macht enorm viel Spaß, nachdem beide Soli aber noch nicht ganz perfekt hinhauen, geht es mir hier aber auch darum, die beiden Stücke noch weiter zu üben bis ich sagen kann, ich beherrsche sie wirklich gut. Außerdem ist dieser Block für sog. BBQ-Songs reserviert, einen Term den ich von Justins Seite habe. Dabei geht es im Prinzip um Lieder, die man spielen kann, wenn man auf einer Party eine Gitarre in die Hand gedrückt bekommt und unterhalten soll ;-) Sprich: es geht um vereinfachte Versionen von bekannten Liedern, die alle mitsingen können. Das hört sich jetzt nicht nach einer super anspruchsvollen Sache an, ist es auch nicht, aber ich finde Justins Empfehlung, dass man ein kleines Repetoir von vielleicht 10 solchen Stücken haben sollte, eigentlich nicht schlecht. Und: ein bisschen was lernt man schon auch dabei, wenn man ein bekanntes Stück hernimmt und das soweit vereinfacht, dass man es auf einer Akkustik-Gitarre gut begleiten kann, dass es aber immer noch erkennbar ist, gut klingt und man idealerweise auch noch dazu singen kann. Nachdem ich mich bislang meist stur an Tabs geklammert und Lieder 1:1 nachgespielt habe, ist das mal was neues für mich und es macht Spaß. Und das nächste Mal wenn jemand mit einer Akkustikgitarre ankommt, muss ich nicht mehr irgendwelche Ausreden àla “Ich spiele nur Death Metal” präsentieren ;-)
Gibt es bekannte und populäre Stücke, die man eurer Meinung nach auf jeden Fall auf der Gitarre begleiten können sollte (z.B. Knocking on Heavens Door)?

Der dritte Teil meines Übungsplans ist dem Blues gewidmet. Nein, ich bin dem Heavy Metal nicht untreu geworden, aber meiner Meinung ist nicht schlecht, als E-Gitarristin zumindest ein bisschen Ahnung von Blues zu haben. Und man merkt ja, dass gerade ältere (Hard) Rock- Metal-Bands auch stark vom Blues beeinflusst wurden. Darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass sich ganz generell mein “Ausdruck” auf der Gitarre ein wenig verbessert hat. Schwer zu beschreiben, was ich genau meine, aber meinem Gefühl nach geht es beim Blues nicht so sehr darum WAS man spielt, sondern vor allem darum WIE man etwas spielt (Vibrato, unterschiedliche Stärken beim Anschlagen usw.). Wenn man schnelle Metal-Stücke spielt, vergisst man da oft darauf und ist froh, wenn man die richtigen Noten in der Geschwindigkeit trifft, aber auch gute Metal-GitarristInnen zeichnen sich mMn dadurch aus, dass sie auch gefühlvoll spielen. Ein gutes Beispiel dafür ist z.B. Michael Amott von Arch Enemy:

Aber zurück zum Blues: Momentan arbeite ich da wie gesagt, den Kurs von Justin durch und improvisiere jeden Tag zumindest ein Blues-Solo zu einem Backing Track. Außerdem habe ich mir jetzt mal John Ganapas “Blues You Can Use” ausgeborgt. Das werde ich sicher nicht komplett durcharbeiten, ich möchte ja nur ein bisschen Einblick in den Blues bekommen, aber zumindest die ersten paar Lektionen möchte ich doch bewältigen.

Außerdem habe ich begonnen, mich ein bisschen in Blues-Musik einzuhören. Konkret habe ich mir fürs erste Mal eine Greatest Hits-CD von B.B. King besorgt, welche von Albert King, Eric Clapton und Stevie Ray Vaughan sollen folgen. Gibt es irgendwelche Blues-GitarristInnen und CDs die ihr darüber hinaus empfehlen würdet?
Früher oder später möchte ich auch versuchen, mal ein oder zwei Blues-Stücke oder vielleicht auch nur einzelne Licks zu transkribieren. Gerade die BB King Songs klingen eigentlich recht einfach, ich denke, dass sollte schon schaffbar sein.

Der vierte und letzte Teil meines Übungsplans besteht dann aus Gehörtraining. Auch hier kommt mir wieder Justins Seite zu Hilfe, gerade sein Gehörtrainer ist sehr nützlich: http://www.justinguitar.com/eartrainer/
Ich war wirklich positiv überrascht, als ich Stage 1&2 auf Anhieb mit 100 Prozent absolviert habe. Bei Stage drei bin ich dann aber schon auf die ersten Schwierigkeiten gestoßen, insbesondere die Unterscheidung von großer Sept und Oktav bereitet mir noch ein paar Probleme. Aber mit regelmäßiger Übung wird das sicher noch, und dann kann ich immerhin schon behaupten, die Intervalle der Dur-Tonleiter alle auf Anhieb zu erkennen. Und das ist ja schon mal was :-)

So, der Beitrag ist ein wenig länger geworden, als geplant. Eigentlich wollte ich noch ein paar Worte zu meinen Zielen bis zum Jahresende verlieren. Aber vielleicht geht sich das ja heute oder morgen noch aus, bevor ich dann erstmal über die Feiertage weg bin. Einstweilen würde ich mich auf jeden Fall schonmal über Kommentare, Anregungn, Kritik usw. freuen!

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Neuigkeiten

Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich so lange nichts von mir hören habe lassen. Vollzeitjob (+Überstunden) und 2 Studien (zwar sind gerade “Ferien”, aber ich muss trotzdem viel lernen und Arbeiten schreiben) sorgen im Moment dafür, dass ich praktisch zu gar nichts mehr komme. Anfangs habe ich noch an meinem Übungsplan festgehalten, nach und nach sind die Übungszeiten dann aber immer kürzer geworden und in den letzten Tagen habe ich die Gitarre dann manchmal gar nicht in die Hand genommen.
Ziel für die nächsten Woche ist jetzt einfach, dass ich jeden Tag irgend etwas spiele, zumindest für 15 Minuten. Zeitmäßig sollte sich das machen lassen und ich hoffe, dass ich mich, wenn ich mir keine unrealistischen Übungspläne erstelle, sondern es mir erlaube auch einfach “nur” Songs zu spielen oder kreative Sachen zu machen, eher motivieren kann und dass ich das Gitarre Spielen dann wieder einfach nur als Spaß und Entspannung und nicht als Arbeit und Verpflichtung wahrnehme. Vielleicht werde ich in nächster Zeit dann keine großartigen Fortschritte erzielen, dafür aber immerhin halbwegs in Übung bleiben und bald wieder so motiviert sein, dass ich auch nach einem langen Tag noch die Energie habe, zu üben :-)

Nichts desto trotz habe ich in den letzten Wochen ein paar neue Dinge entdeckt oder ausprobiert, an denen ich euch gerne teilhaben lassen würde. Das erste ist die Seite http://www.riffinteractive.com/
Hier gibt es jeden Tag ein neues Riff (inkl. Jamtrack, Erklärungen usw.), diesen Montag steht das Ganze unter dem Thema “Progressive Rock Guitarists”. Außerdem gibt es pro Woche etwa 2 kostenlose Gitarrestunden, die Live gehalten werden (inkl. der Möglichkeit, im Chat Fragen zu stellen), nachher aber (zum Glück!) noch eine Weile verfügbar sind. Genauer gesagt, lassen sich die jeweils letzten 12 Lessons unter “Lesson Archives” abrufen. Im Katalog finden sich darüber hinaus alle bisherigen Übungsstunden, wobei da dann oft Jamtracks oder Videos fehlen, wenn man nicht zahlt. Insgesamt also eine ganz nützliche Seite, die Qualität der einzelnen Stunden schwankt natürlich von Lehrer zu Lehrer, ich habe aber z.B. die mal Stunden zu AC/DC durchgearbeitet, nachdem ich ja gerade einen Song von denen spiele, und fand es ganz interessant, ein paar Hintergrundinfos zu bekommen usw. Darüber hinaus were ich sicher immer wieder mal vorbeischauen, ob es nicht eine aktuelle Lesson-Reihe gibt, die mich interessiert (im Moment finden gerade die Serien “Contemporary Blues Guitarists” und “Riffs you can use” statt).

Die andere Sache die ich jetzt noch mitteilen will, ist mehr oder weniger eine Art Improvisations-Übung, die ich “entdeckt” habe, wobei die Idee sicher nicht neu ist ;-)
Anstatt immer nur über Jamtracks zu improvisieren, habe ich festgestellt, dass es auch ganz interessant sein, über ganze Songs zu improvisieren. Jetzt hat sich natürlich nur noch die Frage gestellt, über welche Songs denn. Meine Anforderungen waren eigentlich recht klein: Dur-Tonart (nachdem ich gerade die Dur-Skala lerne), möglichst einfache und typische Akkordstruktur, langsames oder moderates Tempo und eine eher simple Gesangsmelodie. Nunja, für jemanden wie mich, der fast nur Metal hört, ist es trotzdem gar nicht so einfach, da auf ein passendes Stück zu kommen. Zum Glück ist mir dann aber Shanai Twain’s “You’re Still The One” eingefallen, dass wir im Musikunterricht ein paar Mal gesungen haben und von dem ich noch wusste, dass es es nur aus einer simplen I-IV-V Akkordfolge besteht. Alle truen Metalheads mögen mich jetzt steinigen, aber hier der You-Tube Link zum selber Ausprobieren :-) (Tonart ist Db).

Auch wenn ich kein allzu großer Fan des Songs bin, ein paar Dinge hat mir diese Übung doch gebracht: Ich habe gelernt, beim Improvisieren stärker darauf zu achten, was die anderen Instrumente spielen bzw. vor allem, wie die Gesangsmelodie ist; meine Soli wurden ein wenig minimalistischer, sprich keine schnellen Runs u.ä. sondern stattdessen habe ich eher versucht, die Gesangslinie zu unterstützen und mehr darauf geachtet, dass ich die einzelnen Töne, die ich spiele, möglichst “schön” und interessant spiele (Vibrato, Bendings usw.); außerdem habe ich begonnen öfter Arpeggios einzubauen und insgeamt auch mehr drauf geachtet, wie verschiedene Töne zusammenklingen, wie ich vorm Refrain Spannung aufbauen kann usw.
Insofern war bzw. das Ganze zusätzlich zum normalen Improvisieren mMn eine sehr gute Übung und es macht (mir) auch sehr viel Spaß. Falls jemand ein besseres Lied empfehlen kann, wäre ich trotzdem dankbar :-)

So, so viel jetzt erstmal von mir und ich werde mir Mühe geben, dass bis zum nächsten Post nicht ganz so viel Zeit vergeht.
Außerdem werde ich schauen, dass ich dieses Wochenende mal dazu komme, die neuen Einträge in anderen Blogs durchzugehen und zu kommentieren!

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Amon Amarth – Gods of War Arise Pt.3

So, kommen wir zum nächsten Teil, den Strophen. Hier muss ich zugeben, dass ich mir überhaupt nicht sicher bin, ob der zweite Akkord tatsächlich ein G ist, dass könnte durchaus auch was anderes sein. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob die Legatotechniken am Ende wirklich genau so sind, wie ich sie angegeben habe, aber das sollte eigentlich keine allzu große Rolle spielen.

Nach den Strophen kommt dann auf jeden Fall der Refrain, für den einfach das Intro-Riff zweimal gespielt wird. Nachdem die Tabs, wenn ich sie hier direkt notiere immer eher hässlich werden, gibts das Ganze diesmal als .pdf oder auch als Guitar Pro File (für alle die Guitar Pro nicht besitzen -> Tux Guitar runterladen :-) )

Amon Amarth – Gods of War Arise als .pdf

und als Guitar Pro File

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Amon Amarth – Gods of War Arise Pt.2

So, hier sind die nächsten 4 Takte. In denen gibt es nun einen Akkordwechsel, die ersten 2 Takte sind in A (7. Stufe), gefolgt von einem Takt G (6. Stufe) und einem Takt E (4. Stufe).

Damit ergibt sich für das Intro folgendes Schema:

 I |  I |  I |  I |
 I |  I |  I |  I |
VII| VII| VI | IV

In Tabulaturform schaut das dann so aus:

B---------------------|-------------------|
F#--------------------|-------------------|
D---------------------|-------------------|
A------7----5--7------|--------5----5-----|
E-5555---55------5555-|-555555---55---9-7-|
B---------------------|-------------------|
B-------------------------------------------------|---------------------------------|
F#------------------------------------------------|---------------------------------|
D-------------------------------------------------|---------------------------------|
A-------------------------------------------------|---------------------------------|
E-10-10-10-10-10-10-10-10-10-10-10-10-10-10-10-10-|-7-7-7-7-7-7-7-7-7-7-7-7-7-7-7-7-|
B--8--8--8--8--8--8--8--8--8--8--8--8--8--8--8--8-|-5-5-5-5-5-5-5-5-5-5-5-5-5-5-5-5-|

Generell bin ich mir bei diesem Part nicht ganz so sicher, ob das alles stimmt....

@Syntaxon: Wie wäre es, wenn du dir irgendeinen anderen Amon Amarth Song oder ein Riff aus einem solchen vornimmst?


							
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Amon Amarth – Gods of War Arise Pt.1

So, zuerst einmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass es die letzten Tage hier so ruhig war. Das lag nicht daran, dass ich nicht geübt hätte (ganz im Gegenteil!), sondern daran, dass ich mit meinem Übungsplan soweit ganz zufrieden bin und sich da wenig Neues bei meinem Spielen getan hat.

Syntaxon hat mich jetzt allerdings dazu motiviert, das Solo von Amon Amarths Song “Gods of War Arise” zu transkribieren. Nachdem ich Songs aber am liebsten von Anfang bis Ende spiele, will ich zumindest mal versuchen, die Noten des gesamten Songs rauszuhören. Die ersten 8 Takte habe ich immerhin schon :-)

Ich werde jetzt ein wenig genauer auf mein Vorgehen und mein bisheriges Ergebnis eingehen – Korrekturen, Tips, Verbesserungsvorschläge usw. sind natürlich sehr willkommen!

Als erstes hat sich mir die Frage gestellt, wie die Gitarren gestimmt sind. Dazu habe ich zugegebenermaßen ein wenig geschummelt und Google befragt. Ganz einig scheint sich die Gitarrenwelt bei Amon Amarths Tunig zwar nicht zu sein, die meisten haben allerdings “B Standard” (also H Standard im Deutschen, ich habe mir selbst aber mittlerweile die Englische Schreibweise angewöhnt) empfohlen. Also habe ich meine Gitarre erstmal runtergestimmt. Bislang habe ich immer nur im normalen E Standard-Tuning gespielt und naja, dafür sind meine Saiten auch ausgerichtet. Jetzt sind sie doch recht locker und der Sound ist auch nicht mehr optimal, aber fürs erste sollte es schon reichen.

Den Anfang des Songs bildet ein langgehaltener Akkord. Da habe ich einfach mal darauf getippt, dass es sich um B5 handeln wird und das hört sich auch halbwegs richtig an, wobei ich mir nicht 100% sicher bin (falls jemand übrigens Tips hat, wie ich meinen Verstärker einstellen muss um einen Sound zu bekommen, der zumindest halbwegs an AA erinnert, wäre ich dafür sehr dankbar! genauso falls jemand weiß, wie man sehr tiefe, verzerrte Töne besser raushören kann). Dass der Song in B-Moll steht, passt allerdings auch zu den darauf folgenden Riffs, weshalb ich da jetzt einfach mal davon ausgehe.

Hier mal Tabs für den Anfang des Songs:

B--------------------------------|-----------------------------------|
F#-------------------------------|-----------------------------------|
D--------------------------------|-----------------------------------| 2x
A-2------------------------------|-----------------------------------|
E-2------------------------------|------------------7/10--10--10-/-9-|
B-0------------------------------|-----------------------------------|

B---------------------|-------------------|
F#--------------------|-------------------|
D---------------------|-------------------|
A---------------------|-------------------|
E-----14---12-14------|-------10---10-9-7-|
B-0000---00------0000-|-000000---00-------|

B---------------------|---------------------|
F#--------------------|---------------------|
D---------------------|---------------------|
A---------------------|---------------------|
E-----14---12-14------|-------15---15-14-12-|
B-0000---00------0000-|-000000---00---------|

Tja, bei dem Riff bin ich jetzt eh schon an dem Punkt, dass ich noch gar nicht schnell genug spielen kann um es nachzuspielen. Insbesondere nicht was String-Skipping betrifft, weshalb ich ja jetzt einmal ein wenig üben gehe (falls jemand Übungen hat um Rhythmus-Riffs dieser Art besser spielen zu können: nur her damit :-) ).

Und wie gesagt: Feedback wäre toll :-)

Kathi

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Übungsplan, Warm-Ups

Ja, ich habe es aufgegeben Songs alt Titel zu wählen – auf Dauer halte ich das ohnehin nicht durch und so sind die Überschriften auch aussagekräftiger :-)

Nun, ich habe meinen Übungsplan heute absolviert, was soweit auch ganz gut lief, nur dass mir eine interessante Sache aufgefallen ist: Aus irgendeinem Grund konnte ich die Übungen heute wesentlich schneller und (!) sauberer spielen als sonst. Ich habe das Metronom dann trotzdem nur 2 Klicks weiter gestellt als geplant (ich will ja nichts übertreiben), hatte aber tatsächlich keine Probleme, das Ganze fehlerfrei zu spielen. Und es hat mehr Spaß gemacht als sonst, sodass ich ganz übersehen habe, dass ich eigentlich nach einer halben Stunde eine Pause machen wollte – bis ich dann irgendwann gemerkt habe, dass meine Hände schmerzen. Nicht dramatisch, aber doch auffällig, weil das sonst (gerade zu Beginn bei den leichteren Übungen) eigentlich nicht der Fall ist. Keine Ahnung, was da los war, ich habe auch nicht bewusst irgendwas an meiner Technik geändert, oder so.

Wie angekündigt, will ich im Laufe der Zeit näher auf die einzelnen Übungen, die ich so spiele, eingehen. Den Anfang möchte ich heute mit meinem Warm-Up Programm machen:

1. 5 Minuten Noten finden

Die Übung ist eigentlich recht einfach, man wählt einen Ton (ich konzentriere mich im Moment auf A) und spielt ihn dann langsam der Reihe nach auf jeder Saite. Ziel ist es, zu Beginn der Übungseinheit langsam ins Spielen reinzukommen, vor allem aber, die Position der einzelnen Töne auf dem Griffbrett zu lernen.

Ob da die ideale Methode dafür ist, weiß ich nicht. Ich mache die Übung jetzt seit etwa 1 1/2 Wochen, merke zwar leichte Fortschritte, aber es geht halt wirklich nur sehr, sehr langsam was weiter. Vor allem habe ich das Gefühl, dass das Wissen um die Positionen der jeweiligen Noten auch gleich wieder verschwunden ist, sobald ich die Übung beende. Aber mal schauen, vielleicht brauche ich auch einfach mehr Geduld.

Heute bin ich allerdings über ein kleines Programm gestolpert, Fretboard Warrior, das auch genau dem Zweck dient, das Griffbrett zu lernen. Das Ganze funktioniert so, dass man ein Gitarren-Griffbrett sieht, auf dem ein Punkt bei einem Fret aufleuchtet und man muss dann sagen, was das für ein Ton ist. Noch kann ich nichts dazu sagen, wie viel das Ganze bringt, aber es ist auf jeden Fall eine ganz nette Abwechslung. Ich werde jetzt mal ein paar Wochen lang jeden Tag zumindest eine 2 Minuten – Einheit damit absolvieren und meine Scores mitschreiben. Dann wird sich ja zeigen, ob was weitergeht! Das Programm findet man übrigens unter http://www.francoisbrisson.com/fretboardwarrior/fretboardwarrior.html

2. 5 Minuten Chromatic Warm-Up

Diese Übung halte ich für sehr sinnvoll, auch wenn sie ausgesprochen einfach ist: Man spielt die chromatische Tonleiter (inkl. offener Seiten) vom der offenen 6. Saite bis hinauf zum 12. Bund auf der 1. Saite und wieder zurück. Beim ersten Mal schlägt man jede Note 4x an, beim 2. Mal 3., beim 3. Mal 2x und beim 4. Mal 1x. Die rechte Hand spielt dabei immer gleich schnell, dadurch das die Zahl der Anschläge/Note zurückgeht, muss die linke Hand allerdings nachundnach immer schneller werden. Ziel ist aber natürlich nicht, möglichst schnell zu spielen, sondern dass die Finger locker werden und man nebenbei gleich auch übt, sauber zu spielen.

3. 5 Minuten Petruccis Warm-Up

Hier handelt es sich um die erste Aufwärmübung auf John Petruccis Buch “Rock Discipline”. Er selbst gibt als Ziel dahinter “Finger Independece” und “Stretching” an. Im Moment spiele ich nur den ersten Part davon, da kommt noch kein “Stretching” vor, aber sobald ich den gut beherrsche, werden die weiteren Parts nach und nach folgen. Was ich an der Übung mag, ist, dass sie sich von der Art her von den meisten anderen Fingerübungen (die ich kenne) unterscheidet, u.a. weil man mehr mitdenken muss und auch die Konzentration gefördert wird. Ich habe ein Video gefunden, bei dem Petrucci die Übung (oder zumindest die ersten 2 Parts) erklärt, ihr findet es unter http://il.youtube.com/watch?v=CrAaMLpP20k&feature=related Der relevante Part startet etwa bei Minute 7:30.

So, das sind meine momentanen Aufwärmübungen, die ich vor jeder Übungseinheit mache. Ich bin gespannt, was ihr davon haltet und ob ihr auch solche Übungen habt (und wenn ja, welche?)!

Kathi

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